Knackpopo dank Wunderschuhe? – EasyTone und MBT im Test

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Ganz neu ist Trend nicht, wenn man hier überhaupt von einem Trend sprechen kann. So richtig durchgesetzt haben sich die Wunderschuhe ja nicht, die für eine zusätzliche Portion Fitness sorgen sollen, und das, ohne wirklich Sport zu treiben. Stramme Wadeln, feste Oberschenkel und Knackpopo, das verspechen zumindest die Hersteller. Was wirklich dran ist, wir haben es für euch getestet.

Für alle, die ihn noch nicht kennen – immerhin ist er seit 2010 in Deutschland auf dem Markt – stellen wir ihn kurz vor: Der Reebok EasyTone ist ein futuristischer Fitnessschuh mit extra Trainingseffekt, wenn er denn hält, was er verspricht. In dessen Sohle sorgen zwei Luftpolster für Instabilität. Das ist Absicht. Denn, um diese auszugleichen, aktivieren wir (oder eigentlich unser Körper) automatisch weitere Muskelgruppen. Insbesondere die Gesäßmuskeln erhalten einen extra Kick. Klingt logisch, das mit der Instabilität, und zugegeben, der Walk auf dem EasyTone ist gewöhnungsbedürftig und irgendwie auch ganz lustig. Ein wenig hat man das Gefühl, man liefe auf Sand oder auf einer Luftmatratze. Und hat man sich erst mal daran gewöhnt, kann man den Schuh in der Freizeit und bei sportlichen Aktivitäten tragen. Bürotauglich? Na klar, wenn es der Dresscode erlaubt! Ansonsten, gibt es ja noch den Casual Friday.

Masai Barfoot Technology – MBT

Der Masai Barfoot Technology Schuh (kurz MBT) wirkt ähnlich wie der EasyTone von Reebok, doch darüber hinaus soll er auch noch einen gesundheitlichen positiven Effekt auf Rücken, Hüfte und Kniegelenke haben. Nur, rein optisch kann er mit seinem Konkurrenten nicht mithalten. Auf einer drei Zentimeter hohen Sohle, sieht er aus wie ein Mix aus Omas Gesundheitsschuh und 90er-Plateausneaker. Ergebnis: Klumpfüße, die sich nur unter weiten Hosenbeinen verstecken lassen, und selbst das sieht nicht gut aus. Der Trend ist nun mal vorbei. Doch zurück zum eigentlichen Sinn und Zweck des Schuhs: Fitness und Knackpopo. Durch die vorn und hinten abgerundete Sohle wird ebenfalls eine Instabilität erzeugt und analog zum EasyTone bestimmte Muskelgruppen aktiviert.. Das soll wohl für den Knackpopo gut sein. Was die Hersteller jedoch verschweigen, durch die Absatzhöhe und die mangelnde Stabilität steigt die Verletzungsgefahr, gerade im Gelände. Da ist ein verknackster Knöchel schon mal drin, also Vorsicht!

Fazit: Top oder Flop

Zugegeben, gerade zu Beginn macht alles ein wenig mehr Spaß, mit den beiden Wunderschuhen, denn die Freude an Neuem macht sich hier bemerkbar. Schön, wenn man beim Joggen mal etwas Abwechslung hat. Doch, was einen wirklichen Trainingseffekt bezüglich „Wunderschuh only“ angeht, da müssen wir leider passen. In Kombination mit den täglichen Fitnessübungen, Laufen oder Walken sorgt er sicherlich für einen kleinen extra Kick. Beim EasyTone spüren wir tatsächlich ein leichtes Ziehen, dort, wo es sonst normalerweise nicht zieht. Auf dem MBT ist uns die ganze Angelegenheit zu wackelig. Also, den Sport ganz ersetzen, können beide Wunderschuhe nicht. Leider. Es wäre doch zu schön gewesen. Ach ja, noch ein Kommentar zur Optik: Man merkt, dass beim EasyTone Adidas die Finger im Spiel hatte (Reebok ist US-Tochter des Megakonzerns), denn der High-Tech-Schuh ist wirklich tragbar. Zum MBT schweigen wir betreten. Nein, diesen Schuh ziehen wir nicht noch mal an. Auch wegen unserer Knöchel.